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Zweckverband Steinwaldgruppe

Unternehmen
Versorgungsgebiet & Aufgabe

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe versorgt die Landkreise Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth mit Trinkwasser – über ein weit verzweigtes Netz und zahlreiche Übergabepunkte zu den Ortsnetzen der Abnehmer.

2

Landkreise im Verbandsgebiet

33

versorgte Städte, Märkte & Gemeinden

79.986

versorgte Einwohner ca.

Versorgungsgebiet

Übersichtslageplan 2025

Das Verbundnetz der Steinwaldgruppe erstreckt sich von Pechbrunn und Mitterteich im Norden bis Vohenstrauß und Schnaittenbach im Süden. Brunnen, Pumpwerke und Hochbehälter sind über das gesamte Gebiet verteilt.

Übersichtslageplan Versorgungsgebiet Steinwaldgruppe
Übersichtslageplan Versorgungsgebiet · Stand 2025 (reduzierte Darstellung)

Versorgte Gemeinden

Abnehmer im Verbandsgebiet

Der Zweckverband Steinwaldgruppe beliefert die nachfolgend aufgeführten Städte, Märkte und Gemeinden mit Trinkwasser. Überwiegend unterhalten die Abnehmer noch eigene Wassergewinnungsanlagen, die jedoch nicht ausreichen, um die Bevölkerung dauerhaft in der benötigten Menge und Qualität zu versorgen. Das gelieferte Wasser wird an Übergabepunkten in die jeweiligen Ortsnetze eingeleitet; die Ortsnetze werden von den Abnehmern betrieben und verantwortet.

Tirschenreuth
Landkreis Tirschenreuth
  • Erbendorf
  • Falkenberg
  • Friedenfels
  • Fuchsmühl
  • Krummennaab
  • Leonberg
  • Mitterteich
  • Pechbrunn
  • Plößberg
  • Reuth bei Erbendorf
  • Wiesau
  • ZV Konnersreuth Gruppe
Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Neustadt an der Waldnaab
  • Altenstadt a. d. Waldnaab
  • Bechtsrieth
  • Etzenricht
  • Floß
  • Irchenrieth
  • Kirchendemenreuth
  • Kohlberg
  • Leuchtenberg
  • Luhe-Wildenau
  • Neustadt a. d. Waldnaab
  • Parkstein
  • Pirk
  • Pleystein
  • Pressath
  • Püchersreuth
  • Schirmitz
  • Störnstein
  • Vohenstrauß
  • Waldthurn
  • Windischeschenbach
  • ZV Mantel-Weiherhammer
Sonstige Ortsteile von Schnaittenbach (Holzhammer, Neuersdorf)

Aufgabe

Auftrag des Zweckverbands

Verband

Gewinnung, Aufbereitung & Lieferung bis zur Übergabestelle

Gemeinden

Ortsnetze & Versorgung der Endverbraucher

Aufgabe des Zweckverbandes Steinwaldgruppe ist die Errichtung und der Betrieb eines Unternehmens zur Versorgung der Gemeinden und gemeindefreien Gebiete in den Landkreisen Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth mit Trinkwasser.


Die unmittelbare Versorgung der Endverbraucher sowie die Errichtung und Unterhaltung der Ortsnetze und der erforderlichen Zuleitungen von den Übergabestellen zu den Ortsnetzen obliegt den Gemeinden (Abnehmern). Die Versorgung von Abnehmern außerhalb der beiden Landkreise ist nur möglich, sofern dadurch die Wasserversorgung in den Landkreisen Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth nicht beeinträchtigt wird.

Entstehung

Wie aus einem Wassermangelgebiet eine Großraumversorgung wurde

Die Nordoberpfalz ist ein Wassermangelgebiet — vielerorts lässt sich Wasser nicht dort erschließen, wo es gebraucht wird. Die Chronik einer Lösung, die über ein halbes Jahrhundert gewachsen ist.

um 1960

Die Ausgangslage

In den Steinwaldgemeinden Erbendorf, Friedenfels und Fuchsmühl zeichnete sich — bedingt durch den beginnenden Fremdenverkehr — die Notwendigkeit ab, die Wasserversorgung nachhaltig zu verbessern.

In den Steinwaldgemeinden Erbendorf, Friedenfels und Fuchsmühl zeichnete sich — bedingt durch den beginnenden Fremdenverkehr — die Notwendigkeit ab, die Wasserversorgung nachhaltig zu verbessern.

Weil im Steinwald selbst nicht genügend Wasservorräte vorhanden waren, folgte man dem Gutachten eines Geologen, der überzeugt war, im Raum Erbendorf genug Grundwasser für das gesamte Steinwaldgebiet erschließen zu können. Trotz einer 175 m tiefen Bohrung wurde man nicht fündig. Geblieben ist aus dieser Zeit aber der Begriff, der damals geprägt wurde — „Die Steinwaldgruppe“.

1962

Erste Tiefbrunnen am Parkstein

Der Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab ließ am Fuße des Parksteins zwei neue Tiefbrunnen bohren.

Der Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab ließ am Fuße des Parksteins zwei neue Tiefbrunnen bohren.

Das Gebiet war vom Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft als besonders grundwasser-„höffig“ bezeichnet worden — und die ersten Pumpversuche bestätigten die Erwartungen.

1964

Das Gutachten von Oed

Das Landesamt rechnete damit, aus dem Erschließungsgebiet Oed bis zu 200 Liter Wasser pro Sekunde gewinnen zu können.

Das Landesamt rechnete damit, aus dem Erschließungsgebiet Oed bis zu 200 Liter Wasser pro Sekunde gewinnen zu können.

Die Wasserspende stammt „aus der halbmuldenförmigen Lagerung der aus Sand, Steinen und Tonen aufgebauten Trias im Vorland der Fränkischen Linie“. Das Amt empfahl den Landkreisen Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth, gemeinsam eine Großraumversorgung aufzubauen — für Jahrzehnte hinaus.

August 1967

Gründung des Zweckverbands

In Neustadt a. d. Waldnaab wurde der Zweckverband zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe gegründet.

In Neustadt a. d. Waldnaab wurde der Zweckverband zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe gegründet.

Zuvor hatten sich beide Kreistage jeweils einstimmig dafür ausgesprochen.

1968 - 1978

Das Wasserwerk Oed entsteht

Mit dem ersten Spatenstich am 26.10.1968 begann der Bau: zunächst ein provisorisches Wasserwerk, später eine Aufbereitungsanlage mit 150 l/s Durchsatz.

Mit dem ersten Spatenstich am 26.10.1968 begann der Bau: zunächst ein provisorisches Wasserwerk, später eine Aufbereitungsanlage mit 150 l/s Durchsatz.

Die Aufbereitung war nötig, weil das Rohwasser zu sauer ist und Eisen und Mangan enthält. Gleichzeitig entstanden die Rohrleitungen bis Parkstein, Pfaffenreuth/Pressath, Neustadt, Erbendorf, Friedenfels und Fuchsmühl sowie Pumpwerke und mehrere Hochbehälter — darunter der Zentralhochbehälter Püllersreuth. Weitere Leitungen gingen bis Frodersreuth, Pfaben und Floß.

1982

Ausbau & Übernahmen

Steigender Bedarf machte drei weitere Tiefbrunnen im Gewinnungsgebiet Oed nötig.

Steigender Bedarf machte drei weitere Tiefbrunnen im Gewinnungsgebiet Oed nötig.

Anfang der 1980er übernahm die Steinwaldgruppe Leitungsteile der Neudorfer Gruppe und stellte eine durchgehende Leitung von Wernberg bis Etzenricht her — dafür wurde ein eigener Tiefbrunnen im Neudorfer Wald abgeteuft. Zudem übernahm der Zweckverband das Wasserwerk Neuersdorf, um den Industriebetrieb in Weiherhammer im Störfall versorgen zu können.

1983 – 1989

Das Netz wächst

Der Rohrleitungsbau ging weiter voran — bis Waldthurn, Liebenstein und Seidlersreuth.

Der Rohrleitungsbau ging weiter voran — bis Waldthurn, Liebenstein und Seidlersreuth.

Über Waldthurn ließen sich auch Vohenstrauß und Leuchtenberg versorgen, über Liebenstein Plößberg, und der Ast bis Seidlersreuth (Falkenberg) sicherte die Versorgung dauerhaft.

1990 – 1994

Neue Brunnen & Sozialgebäude

Vorausschauend wurden 1990 zwei weitere Tiefbrunnen in Oed abgeteuft und 1994 ans Netz angeschlossen.

Vorausschauend wurden 1990 zwei weitere Tiefbrunnen in Oed abgeteuft und 1994 ans Netz angeschlossen.

Gleichzeitig wurde das neue Werkstatt- und Sozialgebäude beim Wasserwerk Oed eingeweiht.

1995 – 1996

Neue Quellen, neue Anschlüsse

1995 ging ein weiterer Tiefbrunnen im Neudorfer Wald in Betrieb; 1996 folgte der Anschluss von Konnersreuth, Leonberg, Mitterteich und Pechbrunn.

1995 ging ein weiterer Tiefbrunnen im Neudorfer Wald in Betrieb; 1996 folgte der Anschluss von Konnersreuth, Leonberg, Mitterteich und Pechbrunn.

Dass dafür bereits 1990 zwei weitere Tiefbrunnen in Oed vorbereitet worden waren, erwies sich als vorausschauend.

1997

Versuchsbohrung Schwand

Um den Bedarf weit nach der Jahrtausendwende decken zu können, wurde im Gebiet Schwand eine Versuchsbohrung niedergebracht — ein voller Erfolg.

Um den Bedarf weit nach der Jahrtausendwende decken zu können, wurde im Gebiet Schwand eine Versuchsbohrung niedergebracht — ein voller Erfolg.

Auch im Gewinnungsgebiet Neudorfer Wald konnte zwischenzeitlich ein weiterer Tiefbrunnen angeschlossen werden.

1998 – 2001

Der Süd-Ost-Verbund

1998 begann der Bau des Süd-Ost-Verbundes, um weitere Gemeinden anzuschließen und beide Wasserwerke miteinander zu verbinden.

1998 begann der Bau des Süd-Ost-Verbundes, um weitere Gemeinden anzuschließen und beide Wasserwerke miteinander zu verbinden.

So konnten Pirk, Schirmitz, Bechtsrieth, Irchenrieth, Leuchtenberg und Vohenstrauß versorgt werden. 2001 ging das erste Teilstück von Waldthurn bis Schirmitz in Betrieb. Zeitgleich war das erweiterte Wasserwerk Oed mit 180 l/s und völlig umgestalteter Aufbereitungsanlage fertiggestellt.

2004

Wasserwerk Neuersdorf neu

Das neu errichtete Wasserwerk Neuersdorf ging in Betrieb.

Das neu errichtete Wasserwerk Neuersdorf ging in Betrieb.

Gleichzeitig wurde der Stadt Schnaittenbach das bis dahin überlassene alte Wasserwerk Neuersdorf zurückgegeben.

2009

Generalsanierungen

Mit dem Netzausbau weitgehend abgeschlossen, rückte die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Anlagen in den Fokus.

Mit dem Netzausbau weitgehend abgeschlossen, rückte die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Anlagen in den Fokus.

Pumpwerk Steinbach, Hochbehälter Püllersreuth und die elektrischen Anlagen im Wasserwerk Oed wurden generalsaniert. Zum Abschluss 2009 wurden verschiedene Außenbauwerke mit neuer Fernwirktechnik an die Zentrale in Oed angeschlossen.

Heute

Moderne Aufbereitung

Nach dem Pumpwerk Zainhammer wurde die erste Aufbereitungsstufe im Hauptwasserwerk Oed generalsaniert.

Nach dem Pumpwerk Zainhammer wurde die erste Aufbereitungsstufe im Hauptwasserwerk Oed generalsaniert.

Eisen und Mangan werden nun über Oxidatoren und Mehrschichtfilter entfernt — das spart Spülwasser. Der Klärbehälter wurde neu errichtet; die Filterkessel konnten wegen des laufenden Betriebs nur im Winterhalbjahr ausgewechselt werden.

Ausblick

Der Blick nach vorn

Weitere Aufgabe des Zweckverbands wird es sein, die Tiefbrunnen der ersten Generation grundlegend zu sanieren.

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